Bd. 2: Scoops, Skandale, Sensationen

Kennen Sie Freddy Lounds? Den schmierigen, eitlen Tabloid-Reporter aus der Thomas Harris-Verfilmung ROTER DRACHE von 2002? Diesen journalistischen Brandstifter, der die Ermittlungen des FBI gefährdet und selbst als menschliche Fackel endet? Dieser Freddy Lounds war die erste filmische Reporterfigur, die ich bewusst wahrgenommen habe. Als ich den Film sah, verdiente ich mir meine ersten Sporen als Lokaljournalist. Ich wusste sofort: So wie Lounds will ich niemals sein. Und schon gar nicht enden.

Dass der Film noch etwas mit mir gemacht hat, wurde mir erst Jahre später bewusst. Seit meiner Begegnung mit Freddy Lounds ist meine Aufmerksamkeit schlagartig erhöht, wann immer Journalist*innen in Filmen die Landwand betreten. Um meinen liebgewonnenen Spleen zu kanalisieren, rief ich schließlich im Jahr 2015 das Blog journalistenfilme.de ins Leben. SCOOPS, SKANDALE, SENSATIONEN  ist ein Streifzug durch fünf Jahre journalistenfilme.de, gleichzeitig durch ein Genre, das vielfältiger ist als man vielleicht denkt: Angefangen bei den Klassikern wie DIE UNBESTECHLICHEN gehen wir zu vergessenen Perlen und den Geheimtipps über und steigen bis in die Untiefen des B-Films hinab. 50 Journalistenfilme von Almost Famous bis Zodiac warten auf ihre Entdeckung.

Erscheinungstermin: 23. Oktober 2020.

[su_button url=“https://amzn.to/36ITJD1″ target=“blank“ style=“default“ background=“#bd2c0a“]BEI AMAZON KAUFEN[/su_button]

 

SCOOPS, SKANDALE, SENSATIONEN in den Medien:

Freischreiber Deutschland
Freischreiber Österreich: Unter der Lupe: JournalistInnen im Film
Verband Deutscher Sportjournalisten: Von schmierig bis spannend
Medienkomplizen Österreich: Wie ticken JournalistInnen im Film?

Buchbesprechung auf bildungsecke.de
Buchbesprechung auf uferwerk.de
Buchbesprechung auf Fluxkompensator – das Filmportal

Bd. 1: Der Schulmädchen-Report

Was treiben die Schulmädchen von heute wirklich? Wenn es nach Wolf C. Hartwig geht: allerlei Unerhörtes. Der Filmproduzent startete 1970 seine Aufklärungsreihe SCHULMÄDCHEN-REPORT, in dem die Welt über die Wahrheit hinsichtlich der früh aufblühenden Sexualität in beinahe allen Spielarten unterrichtet werden sollte. Es war die Zeit der sexuellen Revolution, und die nackten Tatsachen wurden zu einem der erfolgreichsten Kapitel der deutschen Filmgeschichte. Immerhin 13 Folgen von Hartwigs Reportage gab es, die ein Millionenpublikum anzogen und jungen Schauspielern wie Heiner Lauterbach, Jutta Speidel oder Sascha Hehn erste Gehversuche erlaubten. Man erfuhr, „was Eltern wirklich wissen sollten“ oder „was Eltern gern vertuschen möchten“ – aber tatsächlich boten die volkspädagogisch aufbereiteten Filme hauptsächlich Schmuddelgeschichten und reißerische Warnungen.

Das Buch DER SCHULMÄDCHEN-REPORT ist ein ebenso heiterer wie kritischer Streifzug durch diese Filmreihe in all ihren Facetten. Mit Augenzwinkern werden die absurden Geschichten und ihre unfreiwillige Komik kommentiert, gleichzeitig werden die pseudo-dokumentarische Machart und die Fallstricke ihres moralischen Zeigefingers diskutiert. Es ist eine gleichzeitig liebevolle wie skeptische Auseinanderzeitung mit einer Reihe, die viel über die Zeit aussagt, in der sie entstand, und sie doch so verzerrt wiedergibt. Um es mit einer der Figuren zu sagen: „‘n bisschen anders hab‘ ich mir München eigentlich doch vorgestellt.“

Erscheinungstermin: 8. Oktober 2020.

[su_button url=“https://amzn.to/2GuOzPY“ target=“blank“ style=“default“ background=“#bd2c0a“]BEI AMAZON KAUFEN[/su_button]